Mit der europaweiten Informationskampagne will die
Europäische Kommission in der ersten Junihälfte den 25 EU-Staaten,
den beiden EWR-Staaten Norwegen und Island sowie der Schweiz die
Ziele und Voraussetzungen für die Umsetzung des einheitlichen
europäischen Luftraums näher bringen. Zu diesem Zweck sind insgesamt
vier regionale Veranstaltungen geplant, zu denen jeweils rund 8 bis
10 Staaten eingeladen sind. Für die Durchführung der Kampagne für
die Region Zentraleuropas wählte die Kommission auf Initiative der
Schweiz Genf als Austragungsort aus.
Zivile und militärische Flugsicherungs- und Luftraumexperten
aus Deutschland, der Tschechischen Republik, der Slowakischen
Republik, Ungarn, Österreich, Frankreich, Italien, Holland, Holland,
Polen und der Schweiz sowie Vertreter von Eurocontrol diskutierten
deshalb heute in Genf über künftige Herausforderungen und Aufgaben
zur Umsetzung des Single European Sky, mit dem unter anderem die
Vereinheitlichung der europäischen Luftraumstrukturen sowie die
Verbesserung der Sicherheit und der Luftraumkapazitäten angestrebt
wird. Von der Schweiz beteiligten sich Vertreter der Luftwaffe, des
Flugsicherungsunternehmens Skyguide, der Meteoschweiz sowie des BAZL
an der Veranstaltung, welche von der Europäischen Kommission
geleitet wurde. Mit dem Präsidenten der internationalen
Flugslotsenvereinigung IFATCA war zudem ein weiterer Schweizer
anwesend.
Für die Schweiz ist das Projekt "einheitlicher
europäischer Luftraum" von grosser Bedeutung, befindet sie
sich doch an einem wichtigen Knotenpunkt der europäischen
Luftstrassen. Die allfällige Übernahme der gemeinschaftlichen
Rechtserlasse durch unser Land könnte im Verlauf des nächsten
Jahres zum Thema werden.
Auskünfte: Célestine Perissinotto,
Sprecherin BAZL